Berichte aus dem 2. und 3. Quartal 2014

Fahrt zur WM nach Den Haag

Am 10.Juni traten über 60 hockeyverrückte die Reise zur WM nach Den Haag an. Auf dem Programm standen die Spiele der deutschen Damen- und Herren-Nationalmannschaft gegen England und Südkorea. Pünktlich zum Spielbeginn trafen wir ohne Komplikationen während der Fahrt in Den Haag an - mit nur einer Karte zu wenig. Mit etwas Glück durfte auch unser letzter Mitfahrer in das WM-Areal, welches alles aus der Hockey-Welt bot: Nicht nur Hockey-Ausstattung aller bekannten Marken, sondern auch Nationalspieler zum Anfassen waren zugegen. Nach Sieg der Herren war ausreichend Zeit gegeben, das Areal unsicher zu machen und das ein oder andere Souvenir zu ergattern. Trotz Niederlage der Damen war die Stimmung bestens, als der Bus bestiegen wurde. Erfreulich gut arbeiteten unsere drei Aufräumexperten Jannis, Lenny und Max während unserer Rast, die durch einen kleinen Unfall verlängert wurde. Danach herrschte verdientermaßen Kino-Stimmung, bis Limburg erreicht wurde. Ein Klasse-Hockey-Tag!!!  

LHC: Deutscher Meister

Am vergangenen Wochende wurde für einige Limburger ein Traum wahr, denn 

Deutscher Meister 2014

 der 3.Herren wurden die Limburger Jürgen Dechent, Peter Schmich, Christian Heberle, Michael Knauth, Peter Koch, Stefan Seck, Christopher Zilliken, Andreas Mollandin, Jürgen Krumpholz, Joachim Brötz, Christoph Gläser, Chris Gerber, Mario Müller und Axel Schröder sowie Stefan Saliger.

Freuen Sie sich mit ihnen über den glorreichen Titel bei den Deutschen Meisterschaften der 3.Herren!

Weitere Impressionen aus Hannover "Hockey"  "Säcker"

Das „Legendenteam“ des Limburger Hockey-Clubs, die „Limburger Säcker“, ist zum zweiten Mal nach 2007 Deutscher Meister der Traditionsmannschaften geworden. Im Finale schlug die Elf um die Olympiamedaillengewinner Stefan Saliger, Michael Knauth und Andreas Mollandin Gastgeber DHC Hannover mit 6:5 nach Siebenmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Die „Säcker“ waren in nahezu stärkster Besetzung, mit vielen ehemaligen Nationalspielern und erfahrenen Bundesligaspielern angereist. Den beruflich verhinderten Michael von Kunhardt ersetzte der frühere Bundesligatorschützenkönig Axel Schröder, der extra aus Frankenthal angereist war. Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft war trotzdem für die Limburger harte Arbeit. Denn unter den 16 qualifizierten Teams waren hochkarätige Namen wie Uhlenhorst Mülheim, Belriner HC, Münchner SC sowie UHC Hamburg. Doch die „Säcker“ beeindruckten die Konkurrenz gleich am ersten Turniertag mit technisch anspruchsvollem Hockey sowie einer hervorragenden Spielanlage. UHC Hamburg und Hannover 78 wurden so in den Gruppenspielen mit jeweils 2:1 und Bonn mit 3:1 geschlagen. Ein großer Vorteil der Lahnstädter war, mit Barcelona-Olympiasieger Knauth sowie Stefan Seck zwei starke Keeper in ihren Reihen zu haben, die sich abwechseln konnten. In der Defensive standen bei Limburg so klangvolle Namen wie Ex-Europameister Chris Gerber, Christof Gläser, Christopher Zilliken und Jürgen Dechent. Im Mittelfeld wirbelte der mehrfache Deutscher Meister Mario Müller, unterstützt von Joachim Brötz, Christian Heberle und Peter Koch. Im Sturm konnte das LHC-Team mit Mollandin, Schröder und ab dem zweiten Tag auch Olympasieger Saliger Spitzenklasse aufbieten, die durch Peter Schmich und Jürgen Krumpholz gut ergänzt wurde. Trotzdem hing der Halbfinaleinzug am seidenen Faden, als im Viertelfinale die „Säcker“ bis zwei Minuten vor dem Ende 0:1 gegen Mannheim zurücklagen.

Eine brillante Einzelaktion Saligers rettete Limburg ins Siebenmeterschießen, das 6:5 endete. Als sportlicher Leckerbissen erwies sich das Halbfinale gegen den ewigen Rivalen der großen Limburger Bundesligazeiten, den Dürkheimer HC um Olympiachampion Christian Mayerhöfer als Spielmacher. Bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit entwickelte sich ein heißes Spiel, bei dem Keeper Seck zum Glück kühlen Kopf behielt und alle hochkarätigen Möglichkeiten der Pfälzer entschärfte. Mit einem berechtigten Strafstoß brachte Saliger in der hart umkämpften Partie sein Team in Führung. Die Entscheidung fiel, als Schröder nach einem Klasse-Solo Saliger bediente, der frei vor dem Tor lauerte und zum 2:0 einnetzte. Das Endspiel bot einen würdigen Rahmen. Die Nationalhymne wurde gespielt und die Hannoveraner konnten sich auf die Unterstützung ihrer Fans verlassen. Für die „Limburger Säcker“ also keine leichte Aufgabe, mit ihrem durch Verletzungen auf elf Spieler dezimierten Kader bei der Gluthitze ohne große Wechselmöglichkeiten zu bestehen und den Wimpel nach sieben Jahren wieder nach Hause zu holen. Hannover ging dann auch früh in Führung. Doch Limburg fing clever weitere Angriffe des Gegners ab und spielte von hinten heraus immer wieder weite Pässe auf den überragenden Saliger. Immer wieder spielte der aus Elz stammende Wahl-Hamburger die Gegner schwindelig und markierte das wichtige 1:1. Im Siebenmeterschießen verwandelten Gläser, Schröder und Saliger dann sicher, während Torwart Seck “den Sieg festhielt”.

 

United World Games - LHC wird zum Doppelsieger!!!

Ein langes Wochende in Klagenfurt geht zu Ende: Die United World Games haben auch den LHC nach Österreich gerufen. Per Bus und privaten PKW fanden zwei Teams dorthin, trafen die Jugend der Welt und kämpften sich von Spiel zu Spiel bis zum Finale vor.

Im Penalty gewannen unsere U14-Mädchen das deutsche Finale gegen Heidelberg verdient mit 4:2, während sich unsere U16-Jungen gegen kampfstarke Bulgaren mit 1:0 durchsetzten.

Trainerwechsel und Mannschaftserneuerungen im Limburger HC

Nach der Hallensaison, die für den LHC mit einem Abstieg aus der 2.BL  unglücklich verlief, haben sich durch Zugänge aus der Jugend, der Genesung verschiedener Langzeitverletzter und auch die Umstellung im Trainer-Team neue Umstände für den anstehenden Saisonstart am morgigen Samstag ergeben.

Dominic Böckling hat nun als Spielertrainer die Führung der Mannschaft übernommen. Mit ihm wird das Trainer-Team der Hallensaison abgelöst, welches sich eigens für die Umsetzung neuer Spieltaktiken aufgrund der Regeländerung zum Hockey-Five ergeben hatte. Dirk Hilpisch löst sich somit aus der vorderen Reihe der 1.Herren, um sein Engagement in der erfolgreichen Jugendarbeit des LHC zu intensivieren. Mit Dominic Böckling findet sich ein Spielertrainer, der seine lange Bundesligaerfahrung in eine Mannschaft einbringen kann, die wieder einmal in einer Neuformierung steckt. Nach der Hallensaison sind nun auch jüngere Spieler wie Matteo Jung und Max Müller, der in Hessen als einer der besten Nachwuchsspieler angesehen wird, ins Team gestoßen, die durch sehr gute Leistungen in der Vorbereitung auf sich aufmerksam gemacht haben. Auch der lange verletzte Max Polk, dessen Schnelligkeit und Spielwitz insbesondere im Sturm Akzente setzen kann, hat sich fest ins Team spielen können; gleiches gilt für Stefan Litzinger, der lange Zeit mit Verletzungspech versehen war.

Das Kerngerüst um Markus Bäder, Bene Faustmann, Laurens Meurer und Hans Schneider hat sich im Zusammenspiel mit unserer Offensiv-Kräften wie Kay Tomas, Fabian Gerber, Julien Colleé und Sebastian Sauer gut bewährt. Laut Stammspieler Benedikt Faustmann habe sich die Mannschaft intensiv mit ihren Schwächen auseinandergesetzt, spielerisch an Selbstbewusstsein getankt und sich gut geformt: "Jeder weiß, dass er sich in den Dienst der Mannschaft stellen muss. Wir haben in der Vorbereitung gegen starke Mannschaften wie Frankfurter SC1880 und Dürkheimer HC eine gute Leistung gezeigt und zuletzt gegen Rüsselsheim klar gewonnen. Und das geht nur, wenn du zusammenhältst."

Spielertrainer Dominic Böckling attestiert seinem Team eine gute Ausgangsposition. "In der Vorbereitung haben wir viel an den Grundlagen gearbeitet, uns spieltaktisch weiterentwickelt und zusammengefunden." kommentiert er die Arbeit in der Vorbereitung. Der LHC sieht somit zuversichtlich auf den Saisonstart gegen Nürnberg. Allerdings hat sich Nürnberg durch Jugendzuwachs und Neuzugänge verstärkt, so dass die Tabellensituation wie auch die Spiele der Vorrunde wohl kaum als Prädiktor für die nun startende Rückrunde genutzt werden können. "Ziel muss es sein, die gute Leistung der Vorbereitung abzurufen und die Punkte zu machen, die gemacht werden müssen." teilt LHC-Vorsitzender Götz Müller mit.